Indizes

Hier finden Sie die von mir übertragenen Indizes als Tabellen zum Download. Zum Betrachten benötigen Sie eine kostenlose Office-Suite, wie Libre Office oder kostenpflichtige alternativen wie Microsoft Office.

Geburten

Index Geburten I 1636 — 1718
Index Geburten II 1719 — 1788
Index Geburten III 1789 — 1804
Index Geburten IV 1805 — 1841
Index Geburten V 1841 — 1879
Index Geburten VI 1880 — 1882 uneheliche Geburten

Heiraten

TBD

Sterbefälle

TBD

Zeugen

TBD

Ober- und Unterschaffer

Der „Unterschaffer“ ist der heutige Name für die frühere „Hoftafern“ oder „beim Hofwirt“. Die Hoftafern, behielt das Kloster Niederaltaich in der ihm seit dem Jahr 1209 gehörigen geschlossenen Hofmark Arnbruck in Eigenbesitz. Sie wurde entweder verpachtet oder diente dem Hofmarksverwalter, sofern er in Arnbruck wohnte, samt dem dazu gehörigen halben Hof als Lebensgrundlage. Das Besondere an der „Tafern“ war, dass nur dort auch Speisen ausgegeben werden durften, denn Wirte gab es mehrere in Arnbruck.

In der Güter-Konskription von 1752 heißt es: „Magdalena Aschenbrennerin, Wirtin auf der Hoftafern und Halbbauerin“.

Als die Hoftavern 1803 im Rahmen der Säkularisation verkauft wird, kauft der letzte Hofmarksverwalter von Arnbruck, Philipp Schaaf, im Januar 1804 sein Wohnhaus nebst dem in partem salerii (= als Teil der Entlohnung) genossenen halben Hof mit der Hoftafern für 2438 Gulden, 40 Kreuzer. Schon zwei Jahre später verkaufte er das Anwesen aber an Johann Bruckmayer. Er ist im Häuser- und Rustikalkataster von 1808 als Besitzer angegeben: „Die halbe Hoftafern zu Arnbruck –beim Hofwirt“.

1809 erwerben die Nachbarn Jakob Schaffer, Wirt und Bauer auf dem ganzen Amthof, und der Krämer Joseph Sporer das Anwesen von Johann Bruckmayer. Sporer erhielt einen Teil der Gründe; Schaffer den Rest sowie die Gebäude.

Jakob Schaffer und seine Ehefrau Walburga hatten neben mehreren Töchtern auch zwei Söhne, von denen der eine — Jakob — 1819 den Amthof und der Andere 1833 — Joseph — „den dritten Teil der Hoftafern mit Metzgersgerechtigkeit“ gegen Ablöse übernahmen.

Ab jetzt gab es zwei Wirte und Bauern Schaffer, was zu den Bezeichnungen „Zum Obern Schaffer“ und „Zum Untern Schaffer“ führte. Heute sind die Namen zu Ober- und Unterschaffer verschliffen.

1868 ging der „Unterschaffer“ an den Neffen von Joseph Schaffer, Wolfgang Vogl vom Moosauer-Anwesen und ist seither mit mir in 4. Generation in Familienbesitz.

Das Bild zeigt das Dorf Arnbruck im Jahre 1804. Mittels öffnen im neuen Tab, können Sie das Bild in seiner ganzen Pracht bewundern.

Das Dorf Anrbruck im Jahre 1804

Die Verteilung der Gemeindegründe in Arnbruck im Jahre 1804

Hier finden Sie einen Auszug aus dem Arnbrucker Gemeindeboten, der die Verteilung der Gemeindegründe beschreibt. Das Bild zeigt die Gemeindegründe. Mittels öffnen im neuen Tab, können Sie das Bild in seiner ganzen Pracht bewundern.

Zusätzlich habe ich die Namen derer angehängt, die "an [der] Verteilung Antheil" genommen haben.

Nr. Name Stand
1. Philipp Schaf Verwalter und Gastwirt
2. Jakob Schafer Amanbauer und Wirth
3. Georg Bruckmayr Wirth
4. Andreas Schober 1/8 Söldner
5. Georg Aschenbrenner ¾ Bauer
6. Jos. Sturm Halbbauer
7. Georg Danzer Halbbauer
8. Jos. Sporrer Krämer
9. Sebast. Vogl ¼ Bauer
10. Franz Bruckmayr Halbbauer
11. Gorg Wühr Halbbauer
12. Klement Zenzer Hammerschmied
13. Wolfg. Freymuth ganzer Bauer
14. Georg Pfeffer 1/8 Söldner
15. Joh. Frohn (From) ¼ Bauer
16. Georg Franz Müller, ¼ Bauer
17. Barthol. Wühr Sagmeister 1/8 Bauer
18. Mich. Krotz Halbbauer
19. Simon Sterr Halbbauer
20. Franz Sturm ¼ Bauer
21. Wolfg. Graßl ½ Bauer
22. Joseph Vogl ganzer Bauer
23. Joh. Wühr Halbbauer
24. Franz Weber ½ Bauer
25. Georg Achatz ganzer Bauer (v. Vater Michael übern.)
26. Georg Pfeffer ½ Bauer
27. Mich. Biller 1/8 Söldner
28. das Schulhaus
29. das geweste Amtshaus
30. Georg Frisch Bäck, ½ Bauer
31. der Pfarrhof, wo aber … Pfarrer seinen Anteil verlangt
Die Gemeindegründe Arnbrucks

Die Schönbacher Hütte

Neben Ingeborg Seyfert (1) gibt den detailliertesten Einblick in die Geschichte der Schönbacher-Hütte Dr. Reinhard Haller (2). Auf ihn bezieht sich der untenstehende kurze Abriss zur Geschichte dieser Spiegel-Glashütte, denn diese wurden dort hauptsächlich hergestellt.

Am 29.04.1829 meldete Emanuel von Lenk, Besitzer einer Judenmaß-Spiegelfabrik in Charlottental bei Schönau, Landgericht Neunburg vorm Wald/Oberpfalz, den Wunsch zur Errichtung einer Glashütte beim Hochfall in dem Drachselsrieder Gemeindeteil Oberried an. (Emanuel Ritter von Lenk von Dittersberg wurde am 15.12.1783 in Schönwald als Sohn des Johann Georg Lenk und der Maria Franziska Altmann aus Cham geboren)

Am 16.04.1832 konnte er die Eröffnung seiner Spiegelhütte, der er wegen des vorbeifließenden Waldbaches den Namen „Schönbacher-Hütte“ gab, verkünden und die Glasproduktion begann.

24.04.1832 wird der Herrschaftsrichter Heinrich Gareis von Winklarn/Oberpfalz Teilhaber und übernimmt Schönbach gegen Ende des Jahres ganz. Gareis besaß auch die Spiegelglaspolierfabrik Rosenthal, von wo auch die meisten Arbeiter für Schönbach kamen. Weil er oft unabkömmlich war, ließ er sich meist durch seinen Sohn, den königlichen Advokaten Dr. Gareis von Viechtach, später von Deggendorf, vertreten.

Als Verwalter (Faktor) der Schönbacher Glashütte sind Franz Markus Willinger, ab 1841 Karl Schmid aus Winklern, 1846 Joseph Mack aus Krummau, ab 1852 Friedrich Göß aus Würtemberg, 1884 Joseph Schmid. 1833 waren 80 Arbeiter beschäftigt, 28 in der Glashütte selbst.

1844 starb Heinrich Gareis und seine Erben verkauften am 24. Mai an Andreas Wilhelm Müller aus Nürnberg. Geschäftsführer und Inhaber der Schönbacher Glashütte wurde unmittelbar nach Vertragsabschluß sein Sohn, Hermann Müller, wenngleich er erst am 26.08.1846 die Konzession für den Betrieb erhielt.

Am 23.06.1868 verkaufte er die Glashütte in Schönbach an den Spiegelglasfabrikanten Franz Schrenk von Lohberg. (Als Sohn des Wenzel Schrenk 1816 in Fichtenbach in Böhmen geboren, kam Franz Schrenk mit seinem Vater nach Lohberg. Er pachtete mehrere Hütten, so 1853 die Kellermayersche Hütte zu Lohberg und baute 1863 das Schleif- und Polierwerk Alt-schrenkenthal bei Lam.)

Am 19.09.1874 wurde die Firma Schrenk in eine „offene Gesellschaft“ umgewandelt. Seine Kinder verwalteten den Besitz: Joseph (1845 – 1887) Schönbach, Anton (1847 – 1912) Lohberg, Wenzel (1849 – 1905) Eisendorf in Böhmen und der Schwiegersohn Karlbach in Böhmen. 1879 starb Franz Schrenk. Nach und nach kam die Schönbacher-Hütte durch den Verfall der Glaspreise und den umständlichen und kostspieligen Betrieb am Ort in immer größere wirtschaftliche Schwierigkeiten, bis Schrenk im Herbst 1893 die Öfen auslöschte und kalt werden ließ.

Am 01.07.1894 erfolgte die gänzliche Betriebseinstellung in Schönbach und am 10.05.1895 verkauften die Schrenks Schönbach an Anton Fuchs, ein Glasmacher-Obergeselle in Schönbach, geboren in Sophienhütte bei Taus in Böhmen, der noch eine zeitlang Holzwaren herstellte

(1) Seyfert, Ingeborg: Drachselsrieds gläserne Vergangenheit. In: Der Bayerwald; 67. Jg.1975 / Heft 2; S. 73-78.

(2) Haller Reinhard, Dr.: Historische Glashütten in den Bodenmaiser Wäldern, Grafenau 1981; Hrsg. JOSKA-Glaskunstwerkstätten Bodenmais, S. 56 – 93

Haller: S. 87 ff: „Sowohl Lenk als auch Gareis, und nach ihnen Müller und Schrenk holten sich die Arbeiter aus der Oberpfalz und aus Böhmen. Obwohl das Glasmacherreglement Kaiserin Maria Theresias vom 5.10.1767 — an dessen Entstehung übrigens ein Johann Thomas Lenk beteiligt war — erst 1835 aufgehoben wurde, waren in Bayern und vor allem in Schönbach laufend böhmische Glasmacher mit ihren Familien eingewandert. Dies beweist ein Einwohnerverzeichnis vom 5. März 1833, in welchem alle Schönbacher Glasmacherfamilien erfasst wurden. Damals waren auf der Hütte:

Name Vorname Herkunft/Kommentar
Benno Glasmacher
Dirscherl Andre Geb. 1802 in Schwarzenbach, erzogen auf der Kesselhütte bei Waldmünchen, Sohn eines Glasarbeiters, 25 Jahre inBayern, gehei- ratet in Hof am Regen, 1 Kind
Dirscherl Joseph Geb. in Schwarzenbach, Böhmen, 24 Jahre in Bayern, geheiratet in Charlottenthal, 1 Kind
Feldigl Baptist Geb. in der Grafschaft Mähren, 12 Jahre in Bayern, ledig
Girtl Glasmacher
Grundl Johann Geb. in Lobkowitz, Böhmen, 31 Jahre in Bayern, 8 Kinder
Grundl Johann, sen. Geb. in Waldthurn, Sohn eines Glasarbeiters zu Goldbach in Böhmen, 65 Jahre alt. 8 Kinder, 31 Jahre in Bayern, keine Legitimation
Hausladen Heinrich Glasmacher aus Herzogau, Oberpfalz
Kastl Georg Johann Geb. in Eisendorf, Böhmen, seit 6 Jahren in Bayern, geheiratet in Johanneshütte, 4 Kinder, Haus in Böhmen
Koßl Joseph 37 Jahre alt, heiratete Salome Magg auf der Johanneshütte in Böhmen, Muttersdorfer Herrschaft, besitzt ein Häusl auf der Witters- berger Hütte, seit 6 Jahren in Bayern
Leitl Michl Geb. in Plöß, Böhmen, 1 Jahr in Bayern, 6 Kinder
Liedl Joseph Geb. in Zenching, Bayern, ledig
Müller Johann Geb. 1788 in Aberlhütten Böhmen, 12 Jahre in Bayern, 6 Kinder
Nachtmann Christian Geb. 1804 in Johanneshütte, seit 25 Jahren in Bayern, ledig
Nachtmann Joseph Geb. auf der Karlbach-Hütten in Böhmen, Sohn eines Glasmachers, 63 Jahre, Witwer, 8 Kinder, 26 Jahre in Bayern, geheiratet in Kollerkirchen in Böhmen, keine Legitimation
Nachtmann Christoph II 33, geb. auf der Kesselhütte, gegenwärtig mit seinem Vater Joseph Nachtmann und seiner Schwester Barbara in Schönbach, seit 24 Jahren in Bayern
Stark Joseph Geb. 1804 in Hirschfeld, Böhmen, 29 Jahre in Bayern, ledig
Strohmeier Johann Glasmacher aus Böhmen
Weber Schürer aus Eisenstein
Willinger Franz Markus Faktor, geb. in Wezhouz, Böhmen, seit 9 Jahren in Bayern, ledig
Zeug Georg Geb. in Strasshütten, Böhmen, 1 Jahr in Bayern

Matrikeleinträge der Schönbacher Hütte

Geburten auf der Schönbacher Hütte
Heiraten auf der Schönbacher Hütte
Gestorbene auf der Schönbacher Hütte

l

Die Gashütte, heute Poschinger Hütte und ihre Glasmacher

Die Geschichte der „Gashütte“, dieses kurze Kapitel „Industriegeschichte“ aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in der Gemeinde Arnbruck, heute der Ortsteil „Poschinger Hütte“, ist bis heute nur von Ingeborg Seyfert näher beleuchtet worden, wenn auch bedauerlicherweise — vielleicht den Veröffentlichungsanlässen angepasst — ohne die notwendigen Quellen-Verweise (1).

Wenn Pohl in seinem Beitrag über die Poschinger im Viechtreich (2) 1976 schreibt, dass „über die Poschingerhütte in der Gemeinde Arnbruck schon verschiedene Abhandlungen vorliegen“ und er darum dieses Poschinger Unternehmen nur kurz streift, hat er, was eine eingehendere Untersuchung anbelangt, unrecht. Interessant ist sein Hinweis, dass die Poschinger-Hütte aus den Steinen des Abbruchs eines großen Stadels unterhalb des Schlosses in Drachseslried erbaut wurde (3).

Erstaunlich ist auch, dass sich keine der zahlreichen eigenen Veröffentlichungen der Familie der Poschinger mit diesem Thema befasst — vielleicht wegen des Endes der Hütte, die sich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr im Familienbeitz befand.

Dirscherl berichtet in seiner Dissertation, dass die Gashütte, die er „Altposchingerhütte bei Draxelsried“ nennt, 1886 „wegen Überschuldung stillgelegt wurde und im Entschuldungsverfahren der bayerische Staat und die Bayerische Hypotheken- und Wechselbank den zum Glashüttengut gehörigen Wald übernommen haben (4).

Folgende kurze Übersicht zur Gashütte-Poschingerhütte bezieht sich auf die Beiträge von Ingeborg Seyfert:

Am 06.07.1867 erwarb Johann Nepomuk von Poschinger von Josef Bauer, Besitzer von Haus Nr. 1 und 2 in Trautmannsried, die „Trift“ eine Waldweide mit 12,47 ha. Fläche für 7.750 fl. am Trautmannsrieder Bach im sog. „Rauchloch“. Er beginnt mit der Errichtung einer Glashütte. 1869 bittet er um die Erlaubnis einer Schankkonzession für seine Arbeiter und nennt sich Glasfabrikant zu Trautmannsried.

Am 28.10.1871 ersucht v. Poschinger beim Bay. König, seine Tafelglashütte im Gemeindebezirk Arnbruck GASHÜTTE benennen zu dürfen, „weil selbe als eine der ersten in Bayern mit Gasheizung eingerichtet wurde“, was ihm auch am 12.11.1871 genehmigt wurde (5).

1872 heiratete Nepomuk v. P. die Witwe seines Vetters Amalie v. P. und übersiedelt bald darauf zu ihr nach Schloss Pullach bei Bad Aibling.

Ab da verschiedene Verwalter: Nachweisbar sind in den Kirchenbüchern Johann Nepomuk Gistl (1872) und Isidor Gistl (ab 1879).

1890 wurde die Hütte von 19 Personen und Firmen in Gemeinschaftsbesitz übernommen.
1891 wurde die Franz Schrenk oHG zu Lohberg Alleinbesitzer.
22. 04.1892 erwarben Isidor Gistl jr. , damals Verwalter in der Poschinger Hütte in Oberfrauenau, und Max Schoenberger aus Frauenau die Gashütte gemeinsam.
31.10.1892 Schoenberger zahlt Gistl aus und übernimmt die Gashütte allein.
1893 wurde der Hüttenbetrieb eingestellt
1894 wurde ein Sägewerk dort errichtet.

Matrikeleinträge der Gashütte

Geburten auf der Gashütte
Heiraten auf der Gashütte
Gestorbene auf der Gashütte

Schreiben Sie mir

Senden zu drücken öffnet Ihr E-Mail-Programm.
Bitte fügen Sie in der Empfängeradresse das korrekte @ ein.